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Das goldene Zeitalter. In einer Zeit als ich lernte die Bombe zu lieben

Wie schon in seiner 2010 von der Landeskunststiftung
geförderten Arbeit „Die Revolution schläft nie“, beschäftigt sich Bernd Neumann
in der Installation „Das goldene Zeitalter. In einer Zeit in der ich lernte die
Bombe zu lieben“ mit einer ganz persönlichen Geschichtsschreibung. Die
Erinnerung an einen Schulausflug, der ihn in den späten 80er Jahren aus der
oberfränkischen Provinz an die deutsch-deutsche Grenze führte, dient ihm als
Ausgangspunkt der Reflexion des Themas Kindheit im Kalten Krieg. Stark in
Erinnerung geblieben ist der für die Arbeiten programmatische Ausruf „und
hinterm Wald beginnt die Grenze.“ Vage und diffus ist die Bedrohung der
atomaren Vernichtung Mitte der 80er Jahre. Um dieses Gefühl zu fassen, bedient
sich Neumann des Mediums Schatten, der entstehet, wenn seine Laubsägearbeiten,
die u. a. Motive wie Panzer aufnehmen, angestrahlt werden. Ein sich chaotisch durch
den Raum ziehendes Seilzugsystem bewegt die Motive. Dieses Schattentheater
führt den Betrachter in eine heile Kinderwelt und kontrastiert sie mit den
obskuren Figuren des Kalten Krieges.

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