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Die Hölle das sind die Anderen (AT)

Während des Stipendiums sollte das Konzept für eine performative Multimediainstallation zum Thema Xenophobie ausgearbeitet werden. Dieses beinhaltete das Drehbuch und die Umsetzung von Modellen und Skulpturen. In einem mit Schlamm gefüllten Raum sollte ein vertracktes Spiel der humoristischen Tabubrüche entstehen. Nach dem Motto Satres „Die Hölle, das sind die Anderen“ wird der Fremde zu einer Projektionsfläche eigener Ängste, wobei der Gegenspieler der Betrachter selbst ist. Der Schlammraum sollte aus Ton und Lehm bestehen. Innerhalb von zwei Wochen intensiven performativen Proben sollten aus Handlungen Formen und Landschaften entstehen. Diese Handlungen sollten filmisch festgehalten und später in die Schlammlandschaft integriert werden, in der der Betrachter während der Ausstellung spazieren gehen kann. Während des Stipendiums hat sich Susanne Hopmann in der Auseinandersetzung mit dem Thema vom Begriff Xenophobie distanziert, da dieser nach Georgios Tsiakalos eine Behauptung von Natürlichkeit in der Angst vor dem Fremden in sich trägt. Entwickelt wurde die Installation „Die Hölle das sind die Anderen (AT)“ von der es zwei Versionen gibt. Eine für den Innenraum und eine für den Außenraum. Entstanden sind dystopische Skulpturen und Landschaften. Im Fokus der gerichtete vorurteilsbehafteten Blick, der die Begegnung unmöglich macht. Diese Dystopie eröffnet sich in der ersten Phase der Umsetzung der Skulpturen „Die Häuser“. In der Performance „Different Kinds of Sirens“ widersetzt sich die Performerin Anaya Hubach der liebevollen Wärme des kindlichen Spiels, dem furchtlosen Bei-sich-sein und der Wucht ihrer Stimme. Bei der Multimediainstallation „Haut“ (Lukas Pfalzer & Susanne Hopmann) löst sich die Problematik auf und der unspektakuläre Blick, die einfache Begegnung und das Gespräch stehen im Vordergrund. Während des Prozesses wuchs das Bedürfnis Möglichkeitsräume zu erschaffen. Deswegen arbeitet die Künstlerin mit Lukas Pfalzer an einem Begegnungsort. In der „Gartenkolonie“ möchten sie zukünftig postkoloniale Stadtgeschichte aufarbeitet.

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