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Die Revolution schläft nie

Was
passiert, wenn eine Revolution gelaufen ist, die Ziele durchgesetzt sind und
die große Ebene sich auftut vor den von den Kämpfen Erschöpften? Die Wackeren
setzen sich zur Ruhe und ihre Ideale Staub an. Bernd
Neumann stellt diese so wichtige Frage und begibt sich mit seiner Arbeit „DIE
REVOLUTION SCHLÄFT NIE“ in die jüngere deutsche Geschichte seit Kriegsende –
aber eigentlich doch global darüber hinaus, denn jede Revolution ist irgendwann
einmal vorbei und entlässt ihre Kinder.

Die
Installation zeigt verschiedene Einzelmodelle: „Yes we can“ streicht sich im
Schatten selbst durch, handgesägte Hampelmänner, auf Platten montiert und
individuell gebohrt, bewegen sich nach einer unsicht- aber hörbaren Regie. Bei
„Transmission“ leuchtet eine Glühbirne über einem Fabrikgebäude des 19.
Jahrhunderts, an der Wand findet sich der Schriftzug „DEUTSCHLAND/bist du
fett geworden“ und vor all diesem einen Schaukelstuhl mit biedermeierlichem weißem
Rüschenkissen, akkurat mit blutroten Lettern bestickt: „Die Revolution schläft
nie“.

So
entsteht für den Betrachter ein Frage- und Antwortspiel um die großen Themen:
Utopie, wirtschaftliche und politische Revolution und das Verbleiben der
Ideale, wenn ihre Fürstreiter satt geworden sind – der Anfang einer Diskussion
über Ziele und Ideale einer Gesellschaft.

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