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from moving to object

Der Innenarchitekt und Designer hat im Rahmen des Stipendiums eine Apparatur gebaut, die Bewegungen materialistisch festhält, d. h. in ein dreidimensionales Objekt übersetzt und somit deren physische Archivierung ermöglicht. Er wollte der Frage nachgehen, wie sich die Bedeutung einer alltäglichen Bewegung durch die Übertragung in ein Objekt verändert und inwiefern das Betrachten der entstandenen Objekte unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein für alltägliche Bewegungen verändert. Der Prozess für die Übersetzung in ein Objekt beinhaltet die Kombinationen verschiedener Verfahren. Die ursprüngliche Idee, ausgewählte Bewegungen mithilfe von Wasser direkt in Tonmehl zu „zeichnen“, erwies sich nach den ersten Brennproben als nicht brauchbar, da das Tonmehl keine haltbare Verbindung einging, sondern zerfiel. Der Prozess der Objektivierung wurde daher neu entwickelt und besteht nun aus drei Einzelschritten: 1. Die Aufzeichnung der jeweiligen Bewegung mithilfe eines Pantografen, 2. Die Übertragung der aufgezeichneten Bewegung in eine Stahlmatrize und 3. Das Extrudieren des Tonobjektes. Durch das Pressen von Tonmasse durch die Stahlmatrizen durch einen selbstkonstruierten Extruder wird aus einer zweidimensionalen Zeichnung ein dreidimensionales Objekt. Der Faltenwurf der entstehenden Objekte ist dabei zufällig. Entstanden sind sechs Keramikobjekte in einer Größe von etwa 40 x 40 x 50 cm. Bei der Auswahl der Bewegungen hat sich der Künstler auf alltägliche und scheinbar belanglose Bewegungen konzentriert wie zum Beispiel Geschirrspülen, Zähneputzen oder Stricken.

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