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Graphic Novel

Wie
gehen die Menschen in Tel Aviv, in einer Stadt mit der ständigen latenten
Gegenwart des Todes, mit der Angst um? Wie denkt man über Zuwanderung und
Andersartigkeit? Von diesen Fragen ausgehend plant die Grafikerin Katharina
Kraft eine Graphic Novel. Ziel ihres Aufenthaltes in Tel Aviv war unter anderem
das Entwickeln eines Protagonisten und einer signifikanten Bildsprache durch
das Ausprobieren verschiedener Druck- und Zeichentechniken. Bei zahlreichen
Ausflügen sammelte sie Ideen für das Sujet der eigentlichen Geschichte, sie
besuchte die Negev-Wüste, Jerusalem, Ramallah, die Golan-Höhen und weitere Orte
in diesem blutgetränkten Gebiet. Und die Eindrücke drangen in geballter Form
auf sie ein. Sie beschreibt nicht selten eine Stimmung wie am Jüngsten Tag:
bröckelnder Putz, Kabelgewirr, Menschen, die manisch Gebete flüstern,
Maschinengewehre, Stacheldraht. Eine multikulturelle Vermischung sucht sie
vergebens, sozial-religiöse Gruppen sind sämtlich voneinander getrennt. Die
Spannung ist mit Händen greifbar. Für ihre Graphic Novel ergibt sich daraus ein
eher desillusionierender Plot. Ein Mädchen reist rückwärts durch die Zeit,
passiert dabei verschiedene politische Systeme, deren Ideologien und
Wahrheitsansprüche. Es geht um Mauern und Ausgrenzung, Feindbilder und Prozesse
die sie in Gang setzen. Die jeweils beigeordneten Bildnisse, Ikonografien, jene
Machwerke ideologischer Natur, werden dabei besonders berücksichtigt.

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