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Irrlichter

Die Lichtobjekte
von Ulrike Mäder sind von Irrlichtern inspiriert. Die kleinen Wesen aus purem
Licht erscheinen im Dunklen, flackern auf und verschwinden wieder. Auf geheimnisvolle
Weise entsteht ihr Lichtschein, körperlos, nicht greifbar. Während des
Projekts „Irrlichter“ entstanden eine Reihe von Leuchten und Lichtobjekten: Sie
lenken, leiten und reflektieren Licht, geben dem Lichtschein eine Form. Alle
gehen geheimnisvoll mit der Lichtquelle um und erzeugen auf rätselhafte Weise
Licht. Phänomene der Strahlenoptik werden genutzt, um poetische Bilder zu
zeichnen, die elektrische Leitfähigkeit von Metallen lässt Leuchtenkörper
strahlen. Die Objekte leben
von starken Hell-Dunkel-Kontrasten zwischen beleuchteter Fläche und Umgebung.
Im Vordergrund steht weniger die Gestalt des Objektes, als das erzeugte Licht.
Daher sind alle Arbeiten in Material und Oberfläche auf das Wesentliche, auf
die Funktion reduziert. Schmuck ist das Licht.

Bei den „Lichtkegel-Leuchten“
ist der Lichtkegel das Gestaltungselement: Er wird minimal gebündelt oder weit
gestreut und erzeugt Muster an der Wand. Der variable Leuchtenkopf mit einer
Glaslinse ermöglicht durch Ein- und Ausfahren einen unterschiedlichen großen
Lichtaustritt. Zwei Leuchten entstanden: Die eine wirft einen einfachen
Lichtkegel, der vom kleinen Lichtpunkt bis zur großen runden Fläche reicht, die
andere macht kleine Lichtpunkte bis hin zu sich beinahe vollständig
überlagernden Lichtkreisen möglich. Je größer der Abstand der Stehleuchten zur
Wand ist, desto größer wird die beleuchtete Fläche.

Die von der Decke
abgependelten „Glaskugel“-Leuchten kombinieren technische Kühle und
mundgeblasenes Glas. Dieses umschließt eine LED und entblendet sie mit seinem
weißen Innenfangglas. Der Glaskörper wurde in Zusammenarbeit mit der Glashütte
Harzkristall realisiert.

Die LED-Technik
ermöglicht es mit ihrer niedrigen Stromversorgung im Niedervolt-Bereich,
Kontakte offen zu verbinden: Bei den „Kupfer-Ronden“ leitet der Leuchtenkörper
den Strom zum Leuchtmittel und erzeugt Licht: Eine LED-Platine ist zwischen
zwei Kupfer-Scheiben montiert, die direkt an den Strom angeschlossen sind. Die „Kupfer-Girlande“
wird ähnlich wie das papierne Inspirationsobjekt aufgezogen und zwischen zwei
Punkten abgehangen. Diese leiten den Strom, so dass die Flächen als Plus- und
Minus-Pol den Stromkreis über die LED schließen und sie zum Leuchten bringen.

Das „Glühfaden-Objekt“
ist eine Hommage an die Glühbirne. Der Fokus wird auf den Glühfaden gelenkt.
Verwendet wird hier eine so genannte Allgebrauchslampe von Osram, deren
Glühfaden besonders robust aufgehangen ist. Wird das Licht durch die Linse um
das x-fache vergrößert, erscheint der Glühfaden überdimensioniert an der Wand.
Das Objekt ist abgependelt und schwingt bei der kleinsten Bewegung, so dass der
Glühfaden beinahe lebendig erscheint – gleich einem Glühwürmchen.

Die „Ring-Leuchte“
lässt die dahinterliegende Wand erstrahlen, ohne dass sichtbar wäre, woher das
Licht kommt. Erst beim näheren Betrachten wird offensichtlich, dass der Ring
das Licht aussendet und die Profilform es nach vorn verdeckt. Bei Berührung des
Rings geht das Licht an oder aus oder es wird gedimmt.

Das Auftreffen von
Sonnenstrahlen auf speziell reflektierende Oberflächen inspirierte die „Nordlichter“.
Perlmuttbeschichtete Porzellan-Objekte erzeugen in der Reflektion farbige
Lichteffekte, die einem Nordlicht gleich, ein Lichtspiel unterschiedlichster
Formen und Farben erzeugen.

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