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Konvolut

In seiner bisherigen Laufbahn hat sich der Künstler streng und ausdauernd mit dem Bleistift als Medium zur zeichnerischen Widergabe von Alltagsgegenständen in deren Originalgröße gewidmet. In der Zeit des Arbeitsstipendiums hat sich Torsten Enzio Richter nunmehr dem Medium der Lithographie zugewandt, da es ihm in seiner Unmittelbarkeit der direkten Zeichnung auf den Stein zur Zeichnung mit Bleistift auf auf Papier so nah
schien. Zudem ist die Lithographie als Medium künstlerischer Äußerung per se den Überlegungen ihres reproduktiven Charakters ausgesetzt: Die Einmaligkeit jedes einzelnen Blattes einer Auflage ist gegeben, obgleich sich die Abzüge scheinbar so sehr ähneln. Hier zeigt sich deutlich die Parallele zwischen Technik und Darstellungsinhalt: Wir sind umgeben von einer scheinbaren Uniformität der Dinge: Die von Handwerk und Design geformten Gegenstände werden erneut durch die Hand des Nutzenden informiert, sie werden benutzt. Zeit, Be- und Abnutzung zersetzen die Oberfläche einer industriell erforderlichen Einheitlichkeit. Entstanden ist eine Serie von neun lithographischer Ikonen, basierend auf zarten Zeichnungen von Alltagsgegenständen im Papierformat 30 x 40 cm, die in einer Auflage von 10 Exemplaren auf Büttenpapier gedruckt wurden und ihre Rahmung durch eine Kassette finden. Der Künstler hat dazu mit dem Drucker Stephan Rosentreter des Lithographischen Ateliers Leipzig, ebenfalls Werkstattleiter für Offset- und Lithographie an der BURG, zusammengearbeitet.

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