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Mischwesen

In ihren bisherigen Arbeiten verarbeitete Sophie Baumgärtner Anregungen aus der Formenvielfalt der Natur mit Eindrücken aus stark konstruktiven architektonischen Bauten zu Schmuckstücken. Die Schmuckkünstlerin hat sich während ihres Arbeitsstipendiums mit dem Schöpfungstier Schlange und wassernahen Mischwesen beschäftigt, und sich damit neuen Inhalten zugewandt, die dennoch in Verbindung zu vorhergehenden Arbeiten („serpentes“ und „iocus repit“) stehen. Die Wandelbarkeit im Wesen der Schlage, das Lockende, das Betörende, mal Gutes Verheißendes, mal Verderben Bringendes hat Sophie Baumgärtner fasziniert. Im Schmuck sollte sich dies Anziehung wiederfinden:- ein schuppiges, flossiges, schlängelndes Gebilde, welches sich zum Geschmeide formt. In Entwurfsarbeiten orientierte sie sich im Formalen an Flossenformen und –reihungen. Auf der Suche nach fließenden Verbindungsmöglichkeiten experimentierte die Künstlerin mit verschiedenen textilen und ledernen Bändern, an denen kleine Metallformen angebracht wurden. Später entschied sie sich für eine Ösenverbindung, die eine fließende uns sehr haltbare Beweglichkeit erzeugt und optisch eine Art rippigen Grundkörper zwischen den vom Laser ausgeschnittenen Metallschuppen erahnen lässt. Der während des Stipendiums entstandene Halsschmuck „lorica torquis“ und „serpentes circulum“ korrespondiert so mit dem Wesen der Schlange, ihrem besonderen Körperbau, ihrer Bewegung und Erscheinung.

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