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Schwarze Wand – dark days. Eine Stadtvision

Inspiriert durch seinen Stipendienaufenthalt in New York hat der Grafiker eine großformatige Stadtvision konzipiert, die als Holzschnitt umgesetzt wurde. Die wandfüllende Arbeit stellt eine Essenz der bisherigen Arbeiten zu New York dar, die sich mit verschiedenen Mitteln dem Geist des Ortes nähern. So haben in einer neuen Qualität das erlebte Gewaltige, Monströse, aber auch der Charme der Stadt eine bildliche Entsprechung gefunden. Die Serie „dark days“ ist in heimische Obsthölzer – Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume geschnitten. Die Druckstöcke sind unverleimte Bretter aus dem Aufschnitt, so dass die natürlich gewachsene Baumkante als Umrissform erhalten bleibt. Der Bild-Umriss hat einen archaischen Charakter. Das Format ist ungebändigt oder löst sich gar wieder auf. Es spiegelt die raue Lebendigkeit der Stadt wieder. In den Motiven werden Konstruktionen gestapelt, Perspektiven collagiert, Bewegung und Stillstand überlagern sich. Im Arbeitsprozess löste sich Ilko Koestler vom ausschließlichen Schwarz/Weiß. Die Motive sind in Hell-Dunkel gedacht und als einfarbige Drucke angelegt. In einer Druckvariante werden die Motive um einen Farbton ergänzt. Die darin verwendeten fluoreszierenden Farben, Vulkanrot und Grün bilden den Bildhintergrund. Sie greifen das Grelle, Laute der mit Neonlichtern erhellten Großstadt auf und bilden die Basisnote der Stadtvision.

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