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Schwarzes Rauschen

Im Zuge des Arbeitsstipendiums wurden von Tobias Gellscheid zwei großformatige Grafiken angefertigt. Es handelt sich hierbei um jeweils zwei Auflagendrucke in der Technik des Hochdrucks. Genauer, um einen Holzschnitt mit dem Titel „Rest“ und einen Holzstich, welcher bisher nicht betitelt wurde. Thematisch hat sich der Grafiker auf den Bereich der Landschaft fokussiert, wobei zwei sehr verschiedene Interpretationen dieses Themas entstanden sind. Die Landschaften sollten in der ursprünglichen Konzeption rasen und rauschen. Erstere Grafik befasst sich nun auf ironische Weise mit einer Ikone der Druckgrafik, den apokalyptischen Reitern, Albrecht Dürers. Durch Belassen der Grundkomposition und der Retusche von Reitern und deren Opfern (des Kaisers Krone als einziger Verweis) entstand eine quasi postapokalyptische Szenerie. Bei der Ausführung der wuchernden Kräuter und der Berglandschaft standen ebenfalls Holzschnitte Dürers Pate. Gedruckt wurde auf Japanpapier. Bei dem zweiten Werk hat sich der Künstler am Fotorealismus probiert und dabei zugleich auf die klassische Epoche der romantischen Malerei verwiesen. Dazu orientierte er sich grob an einem Foto, auf dem ein altes Kriegsflugzeug aus einem norwegischen Fjord gehoben wurde. Es entstand sein bisher großflächigster Holzstich. Als Papier diente Museumskarton. Dieser stellte sich aber im Anschluss als nicht optimal heraus, weshalb es derzeit die Überlegung gibt, das Motiv abermals zu drucken und dabei gänzlich anderes Papier zu nehmen.

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