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Thought Patterns

In ihrer künstlerischen Arbeit beschäftigt sich die Malerin und Grafikerin mit den wechselseitigen Bedingtheiten von Struktur und Dynamik im Bild und der Bewegung des Sehens und der Imagination. Zwischen Konkretion und Abstraktion angelegte Formalphabete bilden die Grundlage für ihre Arbeit an den großformatig niedergeschriebenen Gedankenmustern der Serie “Thought Patterns“, die Cara Venzke im Stipendienzeitraum weiterentwickelt hat. Die Zeichenbilder eröffnen, durch ihre vielfältige Lesbarkeit, rhythmische und lebhafte Bildräume, in denen sich im Prozess der Betrachtung die graphischen Bildzeichen mit Gefühlen, Assoziationen und Gedanken verweben. Die Dynamik innerhalb der Bilder entsteht im Zusammenspiel der rhythmischen Verteilung der Formen und ihrer Farbigkeit. Die Bewegung des Sehens wird auch durch das Format beeinflusst. Von den großen Querformaten kann der Betrachter sich gleichzeitig bewegen und den Blick über die gemalten gemalten Formfelder wandern lassen, was sie optisch in Schwingung versetzt. Für die Arbeit an „Thought Patterns“ hat sich Cara Venzke mit der Bedeutung von Schrift und Zeichen für das Verhältnis von Bild und Sprache befasst. Mit den Zeichenformen lotet sie die Grenzen zwischen visuellem und verbalem aus. Anders als bei Schrift üblich, bewahren die Zeichen ihrer Bilder jedoch keine vorher festgelegte Information, die es weiterzugeben und zu entschlüsseln gilt, vielmehr dienen die Bildzeichen der Entschlüsselung von Informationen und Bildern, die im Betrachter selbst liegen und bedeuten daher für jeden etwas anderes und eigenes. Im Rahmen des Stipendiums konnte die Künstlerin durch Experimente neue Rezepte und Techniken für Grundierung und Farbe entwickeln. Entstanden ist eine neue, flirrende Farbigkeit, die je nach Lichtsituation mal dunkel mal dunkel und monochrom wirkt, und dann wiederum, durch Lichteinfall und Bewegung vor dem Bild, schillernde Farbtöne erkennen lässt. Zudem hat sie neue Formengruppen entwickelt, die miteinander agieren. Die Zeichnungen dazu tragen den Arbeitstitel “Landscapes“, da ihre Komposition an abstrakte Landschaften erinnert. Was wie Abstraktion wirkt, ist jedoch die graphische Ausbuchstabierung innerer Landschaften. Aus Gedankenmustern sind Gedankenlandschaften geworden.



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