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Verdrehte Klischees und ehrliche Gespräche

Der Künstler hat an zwei parallel laufenden Projekten gearbeitet: Zum einen entstand eine Zeichnungsserie vorwiegend im Format 70 x 100 cm , in der jeweils zwei Bilder in einer Zeichnung nebeneinander gelegt oder gegeneinander verschoben werden, um so Gegensätze, Analogien und Beziehungen zu suggerieren. Während des Stipendiums hat er sich dazu mit der visuellen Rhetorik von Bildredakteuren beschäftigt und ist dann dazu übergegangen selbst slapstickartige visuelle Behauptungen aufzustellen: Was, wenn nach den Waldarbeitern Sprayer am Baumstapel vorbeikommen und ihre neonfarbene Marke hinterlassen, und danach vielleicht noch Wahlkämpfer, Nihilisten, Straßenbauer und Ikonenmaler? Was, wenn eine Schallplatte mit einem Fleischspieß verwechselt wird? Was, wenn ein Handy-Affe in die zoologische Sammlung geht? Was, wenn sich einen fleischfressende Wasserpflanze, eine altchinesische Sängerfigurine und eine Dose Pressfleisch auf einem Bild begegnen? Zum anderen hat der Grafiker mit Künstlerkollegen Interviews geführt und aufgezeichnet. Zentrale Fragen dieser Gespräche beziehen sich auf das Leben als Künstler: Wann hat es mit der Kunst angefangen? Was ist eine gute Idee? Wie arbeitet man? Und wenn nur zwei Prozent der studierten Künstler später von ihrem Beruf leben können, was macht das mit den anderen 98 Prozent?

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