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Wir Flüchtlingskinder

Schmuck als Identitätssymbol und Vermittler
zwischen Person und Umwelt: Die Schmuckgestalterin wollte einen Beitrag zur Flüchtlingsdebatte
leisten und „Statement-Schmuckstücke“ erschaffen, die den
persönlichen Migrationshintergrund von Sachsen-Anhaltinern und anderen
Deutschen benennen. Ist es stigmatisierend oder identitätsstiftend, sich als Wirtschaftsflüchtling oder Flüchtlingsnachkomme in zweiter/dritter
Generation zu erkennen zu geben? Entstanden ist eine Kollektion von Schmuckstücken, die das Anliegen deutlich formulieren sollen. Das Abzeichen als ein Zeichen der Anerkennung oder Zugehörigkeit schien der Künstlerin nach einer Recherchephase das richtige Medium dafür zu sein. Ihr Ziel war es, bildlich eine Umdeutung der unterschiedlich bewerteten Begriffe vorzunehmen. Formal zeigt ein Abzeichen meist ein symbolisches Bild, welches von einem Schriftzug umrundet oder gekreuzt wird. Durch den Einsatz von Spiegelglas wird eine weitere Wahrnehmungsebene eröffnet. Zum einen sieht der Betrachter die Attribute der Auszeichnung in persönlicher Verbindung mit dem Träger. Zum Anderen spiegelt sich der Betrachter selbst im Rahmen dieser Attribute. Da die Spiegel farbig sind, sieht sich das Gegenüber selbst in unterschiedlichen Schattierungen als Summe von Teilen  entweder unterschiedlicher Eigenart oder unterschiedlicher geografischer Herkunft. Somit weist sich der Träger des Abzeichens als auch sein Gegenüber durch die Spiegelung als Nachkomme von Migranten aus.

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