Zeichen als direkte Formulierungen – Die Illusion absoluter Annäherung
Die Künstlerin
hat in ihrem Stipendium dreidimensionale Objekte geschaffen, die sich an der
Grenze zwischen Schmuck und Kleinplastik bewegen. Um diese Grenzen austesten zu
können, hat Ann Schmalwaßer im Günter-Köhler-Institut für Fügetechnik und
Werkstoffprüfung GmbH in Jena gearbeitet und dort mittels Laseranwendung und
Wasserstrahlschneiden verschiedenste Materialien getestet und bearbeitet. Der
souveräne Umgang mit Techniken und Materialien ist die Basis von der aus sie
eigene stilistische Lösungen gesucht hat: Mittels der präzisen Vorgehensweise,
die durch die Technik ermöglicht wurde, fand Ann Schmalwaßer klare,
unmittelbare Formen und direkte Formulierungen. So sind plastische Arbeiten aus
Aluminium mit eloxierten Oberflächen entstanden, die es wie Fotografien
vermögen, Augenblicke und Eindrücke festzuhalten. Die Arbeitsergebnisse
präsentierte Ann Schmalwaßer in der Ausstellung „Halbzeug“ im November 2010
zusammen mit Christine Matthias und Sybille Richter im Mansfeld Museum
Hettstedt.
1975 in
Zossen geboren | 1994 – 1998 Ausbildung zur Goldschmiedin in Berlin | 1998 – 2005
Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle
Studienrichtung Schmuck | 2002 Studium an der Kunstakademie
Tallinn, Estland | 2003 Gastsemester an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
| 2005 – 2006 Aufbausstudium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für
Kunst und Design Halle | 2001 Preis im Wettbewerb "Schmuck und Objekt zum Leben
von Novalis" der Novalis-Stiftung Wiederstedt | 2005 Marzee Graduate Prize der
Galerie Marzee Nijmegen | 2005 2. Preis bei der Annual International Graduation
Show Leipzig | 2006 Anerkennung im Wettbewerb um das "RRH Stipendium für Goldschmiede
und Schmuckdesigner" | 2007 Stipendiatin der Stiftung Kulturfonds. Künstlerhaus
Ahrenshoop | 2008 Stipendium der Kunststiftung Sachsen-Anhalt | 2009 Artist in Residence Nelimarkka Museum in
Alajärvi, Finnland | 2005 – 2009 freiberuflich in Halle tätig | lebt als
freischaffende Schmuckkünstlerin in Berlin
Arbeiten in
öffentlichen Sammlungen:
The Marzee
Collection Nijmegen, Niederlande
Deutsches Bernsteinmuseum
Ribnitz-Damgarten
Nelimarkka
Museum. Alajärvi, Finnland
Stiftung
Moritzburg, Halle (Saale)



