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Tobias Gellscheid

Holzbildhauer und Grafiker

Arbeitsstipendium
Januar - Juni 2018

Schwarzes Rauschen

Während seines Arbeitsstipendiums schuf Tobias Gellscheid zwei großformatige Hochdrucke, den Holzschnitt „Rest“ und einen Holzstich. Auf völlig unterschiedliche Weise thematisiert er Landschaften, „rasend und rauschend“. Der Holzschnitt rekurriert ironisch auf eine Ikone der Druckgrafik, Albrecht Dürers „Die apokalyptischen Reiter“. Der Hintergrund wurde belassen, Reiter und deren Opfer wurden entfernt – des Kaisers Krone verblieb als einziger Verweis. Dadurch entstand eine quasi postapokalyptische Szenerie. Bei den wuchernden Kräutern und der Berglandschaft standen ebenfalls Holzschnitte Dürers Pate. Beim zweiten Werk, seinem bislang größten Holzstich, probierte sich der Künstler am Fotorealismus und verwies zugleich auf die klassische Epoche der romantischen Malerei. Motivisch orientierte er sich an einem Foto, auf dem ein altes Kriegsflugzeug aus einem norwegischen Fjord gehoben wird.
Vita
1983 in Pößneck geboren | 2000 – 2003 Ausbildung zum Holzbildhauer | 2007 – 2009 freischaffend als Holzbildhauer in St. Ulrich (Südtirol) sowie als Restorator auf Schloss „Zur fröhlichen Wiederkehr“ in Trockenborn-Wolfersdorf tätig | 2009 – 2015 Studium bei Prof. Thomas Rug an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | 2013 – 2014 Erasmus-Stipendium, Art Academy of Latvia, Riga (Lettland) | seit 2011 Künstlerischer Mitarbeiter beim Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Halle | lebt in Halle (Saale)