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Lena Mevenkamp

Glas- und Textilkünstlerin

Arbeitsstipendium November 2022 – April 2023

Glasheme

Lena Mevenkamp widmete sich einem zerstörten Ort: dem Gewächshaus einer alten Stadtgärtnerei. Sie sammelte die Scherben zerbrochener Glasscheiben und fügte sie zu neuen Objekten zusammen. Die Scherbe als architektonisches Erinnerungsstück wird zum Symbol von stadtraumpolitischen Themen und kapitalistischen Verwertungslogiken. In ihren Arbeiten verfolgt sie den Ansatz, das Vorgefundene, die Glasscherbe, als Material eines schöpferischen Prozesses anzunehmen. Sie nutzte die Tackfusing-Technik um die Bruchstücke, deren individuelle Charaktere außergewöhnliche Konturen bei Lichteinfall erzeugen, zusammenzufügen, und gibt damit dem Vorgefundenem eine neue Bedeutung. Im Lichtspiel scharfer Kanten entfalten sich Effekte von Projektion, Reflexion und Durchlässigkeit. CRASH ist Teil einer Serie von Scherbenmemoiren, die zwischen Bild, Fenster und Objekt als Relief changieren. Die Ergebnisse des Arbeitsstipendiums wurden in der Ausstellung „TWIST“ im Frühjahr 2026 ausgestellt.
Vita
1987 in Müntzer geboren | 2012 – 2020 Studium Malerei/Textile Künste bei Prof. Ulrich Reimkasten und Prof. Caroline Achaintre an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Studienabschluss: Diplom | 2016 – 2020 Gründungsmitglied des soziokulturellen Zentrums „Hasi“, später „alte Stadtgärtnerei“ in Halle | seit 2016 freiberufliche Künstlerin | 2017 Projekt „meyouwedo“ für den Johannisplatz Leipzig mit der Künstlergruppe Projekt X; Entwurf und Umsetzung des Leichentuchs „Membrana“ für das Elisabeth Krankenhaus; Gründung der Band „Cherie bring mir den Fisch ans Bett“ | 2019 Gründungsmitglied des queerfeministischen Theater-und Bildungskollektivs „les Copines“ | lebt und arbeitet in Halle (Saale) (Stand: Dezember 2025)
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