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Luzia Werner

Die Skulpturengruppe der Bildhauerin und Malerin Luzia Werner besteht aus insgesamt sieben Werken, darunter eine zwei Meter hohe Keramik-Palme, ein Blumen-Altar und verschiedene Darstellungen der Justitia, der Göttin der Gerechtigkeit. Eine Justitia hält statt des Schwertes einen Ölzweig als Symbol des Friedens. Eine Justitia trägt eine Bäuerinnentracht wie aus der Zeit von Thomas Müntzer. Das Schwert ist ersetzt durch eine Mistgabel. Diese unterschiedlichen Darstellungen sollen zeigen, wie offen, formbar und wandelbar die Vorstellungen von Gerechtigkeit sein können.

Es geht dabei um mutige Menschen, die über sich selbst hinauswachsen und zu Motoren des Wandels und Stützen für Unterdrückte werden. Ist es dabei legitim, das Schwert zu erheben und zu gewaltsamen Mitteln zu greifen? Die verschiedenen Skulpturen sollen dazu anregen, über eigene Wertevorstellungen nachzudenken. Um die Skulpturen auf einer kleinen Verkehrsinsel sind Disteln gepflanzt, ein Bezug auf ein Motiv aus Müntzers „Fürstenpredigt“. In ihrem Atelier in Halle hatte die Künstlerin für die Bepflanzung Mariendisteln, Elfendisteln, Purpurdisteln und Kugeldisteln vorgezogen.

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