STARDUST: Alle Dinge, die im Dunklen leuchten, werden zu Sternen
Jisoo Jangs Projekt begann mit der Beobachtung der Sterne. Ursprünglich wollte sie die Himmelskonstellation so darstellen, wie sie erscheint – eingefasst in einen Kreis, der den Blick wie ein stilles Fernrohr lenkt. Doch schon bald richtete sich ihr Blick nach innen.
Alle Arbeiten der Serie sind eine Metapher für den Abgrund. So wie man Wasser aus einem sehr tiefen Brunnen schöpft, so schöpfte sie die Bilder aus einem tiefen verborgenen Ort in sich. Es ist, als würde sie ihr eigenes Universum zum Ausdruck bringen. So wie sich die Sternenkonstellation jeden Monat leicht verändert, gibt es auch in ihren Arbeiten subtile Variationen innerhalb einer ähnlichen Struktur. In den Werken, die ausschließlich aus sich überlappenden Pinselstrichen und schwarzen Flächen bestehen, sieht sie die Spiegelung einer universellen menschlichen Sehnsucht nach etwas Dauerhaftem – nach etwas, das jenseits der kognitiven Fähigkeiten liegt.
1987 in Ulsan (Südkorea) geboren | 2006 – 2010 Studium der Malerei an der Hongik Universtät in Südkorea, Bachelorabschluss | 2011 – 2016 Studium der Malerei bei Ute Pleuger an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | 2017 Diplom bei Sophia Schama ebd., seit 2018 Aufbaustudium, 2020 Abschluss bei Tilo Baumgärtel | seit 2013 Ausstellungen in Leipzig, Lübben/Spreewald, Halle und Leipzig | lebt und arbeitet in Halle (Saale) (Stand: Juni 2025)



