Loading...

Daniela Schönemann

Die Holzbildhauerin Daniela Schönemann erinnert mit ihren Kunst-Objekten an die Abraumhalden in der Umgebung von Allstedt. Ihre beiden Halden sind aus Fichtenholz und werden von aus Lindenholz geschnitzten Füßen getragen. Jede Halde wird von fünf Fußpaaren gehalten.

Die Künstlerin sagt: „Die Abraumhalden in der Region sind wie Landmarken. Meine Holzhalden erinnern auch an die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen, die dem Landstrich passiert sind.“ Die Besonderheit ihres Kunstwerkes: Im Inneren befindet sich ein Megaphon, in das die Besucherinnen und Besucher sprechen können. Da der Lautsprecher des Megaphons nach innen gerichtet ist, bleibt das Geräusch in der Form und wird gedämpft. Der Ton wird verschluckt und verfremdet.

Diese Installation thematisiert den Begriff der Wahrheit, der neben dem Schlagwort Gerechtigkeit für das Themenjahr in Sachsen-Anhalt zur Auswahl stand. Auch wenn das Gedenkjahr schließlich unter die Überschrift „Gerechtigkeyt 1525“ gestellt worden ist, hat sich Daniela Schönemann in ihrem Projekt intensiv mit der Wahrheit auseinandergesetzt. Sie lädt dazu ein, eigene Wahrheiten in das Megaphon zu rufen oder zu brüllen. Das Brüllen mag erleichtern, löst jedoch selten Konflikte und bleibt daher im Korpus der Installation gefangen und erstickt. Niemand müsse sich angegriffen fühlen, so Schönemann.

Zurück zur Übersicht