10-01 Audiovisuelle Interferenzen
Der Videokünstler Jonathan Steffens und der Gitarrist Reto Weiche sind beide von Interferenzen fasziniert. Interdisziplinär arbeiteten sie gemeinsam an einem 40-minütigen Programm, in dem sich Video- und Tonspuren so überlagern, dass jeweils eine dritte Ebene entsteht. Bild und Ton erzeugen sich mittels Umwandlungsalgorithmen gegenseitig. Im Verlauf des Programms sollten sich Bild- und Tonebene zunehmend vom Einfluss der Künstler lösen und interpendent weiterarbeiten, bis sie sich verselbstständigt haben. Das nunmehr fertiggestellte Konzept sieht vor, dass die unterschiedlichen Arten von Interferenzen, also die hörbaren und die visuellen, am Anfang der Performance einmal getrennt voneinander vorgestellt werden, um sie dann in einem Raum verschmelzen zu lassen, der eine Doppelinterferenz zeigt - eine Überlagerung der beiden Interferenzen. Zu Anfang des Stipendiums stand die Auswahl einer geeigneten Soft- und später auch der Hardware, die Entwicklung des Konzeptes und Probephasen, bei denen verschiedene Möglichkeiten, Töne zu visualisieren und bildhafte Elemente zu vertonen, getestet wurden. Dies war technischer und aus künstlerisch-konzeptioneller Sicht herausfordernd. Ziel war es, die Faszination für Interferenzen mit einem Publikum zu teilen. Dazu befinden sich die Rezipient:innen in einem Raum, an dessen vier Wänden sich jeweils eine Video- und eine Klangquelle befinden. Die Performance wurde Ende Oktober 2024 auf dem Festival „Sonic Visons“ in Reutlingen zum ersten Mal vor Publikum aufgeführt.
1990 in Berlin geboren | 2012 – 2015 Ausbildung zum Kommunikationsdesigner an der Technischen Kunstschule | 2015 – 2017 Studium in der Klasse Buchkunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | 2017 – 2018 Gastsemester an der Zürcher Hochschule der Künste im Bereich Visuelle Kommunikation | 2018 – 2021 Studium der Textilen Künste – Abschluss: Diplom | 2022 Anerkennung beim Kunstpreis der Stiftung der Sparkasse Halle (Saale) | lebt in Halle (Saale)



