MENSCHEN AM MEER
Martin Becker widmete sich der herausfordernden kurzen literarischen Form. Während seiner Stipendienzeit recherchierte er für seine Texte, indem er sich zum Thema Meer in belletristischen Werken, Fachliteratur und essayistischen Büchern belas und seine dramaturgischen Ideen mit fundierten Details anreicherte. Er reiste zu Orten an der Küste, um die Atmosphäre einzusaugen und befasste sich tiefergehend mit Kurzprosa und seinen Stil einst prägenden Vorbildern wie Raymond Carver oder Samuel Beckett.
Formal und stilistisch agiert er in seiner Kurzprosa frei, lässt auch das Absurde, das Fragmentarische, das Groteske zu. Die Erfahrungen an der See sind der rote Faden der Kurzgeschichten und Erzählungen, die oftmals prägende Herkunft aus einfachen Verhältnissen ist den Protagonisten gemein.
Entstanden sind Skizzen zu unterschiedlichen Texten – teils aus der Ich-Perspektive, teils personal erzählt in einem möglichst präzisen und gewollt fragmentarischen Stil sowie drei komplette längere Erzählungen: Die wehmütige Kindheitserinnerung „Ein Butt“, eine absurd komprimierte „Jahrhundertgeschichte“ der belgischen Küstenstadt Oostende mit dem Titel „Oostende-Blues“ und eine Paargeschichte, deren beunruhigendes Element im dauerhaft abwesenden Wasser besteht, obwohl Protagonistin und Protagonist gerade des Meeres wegen überhaupt ihr altes Leben aufgegeben haben.
1982 geboren in Attendorn (Sauerland) | 2002/03 Studium Germanistik und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum | 2003–2005 Studium Prosa und Dramatik/Neue Medien am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig | 2007 GWK-Förderpreis | 2008 Märkisches Stipendium für Literatur | 2017 Deutsch-tschechischer Journalistenpreis gemeinsam mit Tabea Soergel | lebt und arbeitet als Radiojournalist, Hörspielautor, Podcaster und freier Autor in Halle (Saale)
(Stand: November 2024)
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