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Sandra Lorenz

Textildesignerin


Arbeitsstipendium
Februar – Juli 2007


Falten und Gestepptes

Noch vor hundert Jahren gab es eine Vielfalt von Webtechniken, die eine große Bandbreite von Gestaltungsmöglichkeiten für Textilien bot. Ökonomische Zwänge jedoch ließen die Vielfalt an Technologien schrumpfen. So werden die beiden alten Webtechniken – Falten und Steppen – kaum noch genutzt, bergen aber, wie die Künstlerin mit ihren Arbeiten beweist, ein enormes gestalterisches Potenzial – ein Potenzial, das es aufzugreifen und weiterzuentwickeln gilt. So können beim »Falten« kleine und große, lange und kurze, blasenartig-unregelmäßige und glatt-regelmäßige Falten entstehen, Falten, die auf beiden Seiten des Stoffes verschiedenfarbig gestaltet sind, Falten, deren »Berge« und »Täler« sich gestalterisch unterscheiden. Bei der kaum mehr gebräuchlichen Steppgewebetechnik wiederum entstehen plastische Musterungen (Piqué-Stoffe). Durch die Wölbungen können diese Textilien, produziert aus entsprechendem Material, ein besonders intensives Wärmerückhaltevermögen entwickeln, eine Eigenschaft, die sowohl für Decken als auch für Mantel- und Jackenstoffe interessant ist – ebenso wie die unterschiedliche Erscheinung der beiden Stoffseiten.

Vita
1969 in Wolfen geboren | 1989–1994 Studium an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle, Studienrichtung Textildesign; 1995–1999 ebd. wissenschaftlich-künstlerische Mitarbeiterin | 1995 Förderpreis der Wilhelm-Lorch-Stiftung, Frankfurt/ Main | 1996–2005 Realisation verschiedener textiler Projekte zur Gestaltung öffentlicher Räume | 1999–2002 Textildesignerin in der Rohleder Möbelstoffweberei GmbH, Konradsreuth | 1999 Einzelausstellung in der Galerie am Herrenteich, Suhl | 2004–2007 Lehrbeauftragte an der Burg Giebichenstein, Studienrichtung Textildesign | arbeitet seit 2007 als Entwicklerin in der Xentrys GmbH, Leuna