Was stell ich nun an mit diesem Sack voll Kupfergeld?
Susanne Langbehns Projekt bezieht sich auf den Brauch, dass die Braut ihre Hochzeitsschuhe mit Pfennigen bezahlen musste. Hintergrund: Je teurer die Schuhe, umso sparsamer galt die Frau und der Zukünftige glaubte, sich auf ein sorgenfreies Leben freuen zu können. Auch Susanne Langbehn sammelte Pfennige, später Centstücke und verwendete sie nun für eine künstlerische Arbeit: Sie prägte darauf einzelne Worte in der Buchstabengröße 1 pt, die zusammen Gedichte ergeben. Ihre Themen sind die Institution der Ehe, deren Risiken und Nebenwirkungen, mögliche Abhängigkeiten und Machtverhältnisse sowie Reflexionen über ihre romantischen Vorstellungen als junges Mädchen. Die Münzen sollen wieder in Umlauf gebracht werden. Da es sich dann nur um Teile des Werkes handelt, ist die Frage, was von einem Werk bleibt, wenn es zerstückelt wird und nur kurz Bestand hatte.
1990 in Wismar geboren | 2010/11 Studium Soziologie sowie sprachliche Kommunikation und Kommunikationsstörung sowie 2011/12 Lehramt Anglistik/Amerikanistik und Philosophie, Universität Rostock | 2012/13 Schmuckdesign bei Prof. Dipl.-Schmuckgestalterin Andrea Wippermann, Hochschule Wismar | 2017/18 Instituto Superior de Arte, Havanna, Kuba | 2014–21 Fachklasse Bild/Raum/Objekt/Glas an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle | 2023 Professional Media Masterclass von Werkleitz | seit 2014 Ausstellungsbeteiligungen u. a. in Putbus, Rostock, Leipzig, Havanna, Halle | lebt und arbeitet in Halle (Saale)
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www.susannelangbehn.de



