Haut und Vaterhaus / Teil II
Mit diesem Stipendium setzt Torsten Enzio Richter die Arbeit an seinem langfristig angelegten Projekt fort: die zeichnerische Entwicklung der Oberfläche eines Fachwerkhauses. Die Fassade wird aber nicht rein dokumentarisch erfasst, sondern in eine abstrahierte künstlerische Form überführt, die sich zwischen Architektur, Erinnerung und Wahrnehmung bewegt.
Das Projekt untersucht die Erweiterung von Zeichnung in den Raum. Zeichnung wird nicht allein als Fläche verstanden, sondern als eigenständiges Medium, das sich in großformatige und raumbezogene Strukturen übersetzt. Inhaltlich und formal stehen dabei Zeit, Arbeit und Kontemplation im Mittelpunkt. Der zeichnerische Prozess ist bewusst langsam, kontinuierlich und arbeitsintensiv angelegt. Wiederholung, Dauer und Konzentration werden sichtbar und prägen die Arbeit ebenso wie das Ergebnis selbst.











