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Allegorien Null Elf

„Das sind die Letzten“,
dachte Franca Bartholomäi oft bei ihrer Arbeit in Wiepersdorf, „die letzten
ihrer Art“, denn ihre Arbeit war in der jüngsten Vergangenheit geprägt von der
Suche nach etwas Neuem innerhalb der Grenzen, die Papier- und Holzschnitt
abstecken. Die Suche bedingt nicht nur die Unterschiedlichkeit der einzelnen
Figuren, sondern auch deren „Beschädigungen“: Körperteile, mitunter der ganze
Körper, gingen im Schaffensprozess verloren. Am Ende blieben oft nur Fragmente.
Franca Bartholomäi setzte sich in ihrer Arbeit intensiv mit Allegorien auseinander.
Einstmals ein weit verbreitetes Genre in der Kunst, hat sich ihre Bedeutung
heute stark geändert, da die alten Bilder und Entsprechungen einfach nicht mehr
den Kern der Sache treffen. Mit ihren Holz- und Scherenschnitten sucht Franca
Bartholomäi mögliche Allegorien für heutige Situationen. In der Reduktion überlagern
und durchmischen sich Erzähl- und Bedeutungsebenen auf vielschichtige Weise.

Ein Teil der Wiepersdorfer
Ergebnisse wurde im Rahmen der Ausstellung „Von hier aus“ in den
Ausstellungsräumen der Kunststiftung präsentiert.

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