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Animale Brutale

In ihrem Vorhaben wollte die Künstlerin zwei Themen miteinander verbinden: Den Architekturstil Brutalismus mit der Darstellung von Tieren. Dabei bezog sie sich auf die von dem britischen Naturkundler und Philosophen Charles Foster nachgelebten heimischen Tiere Mader, Hirsch, Otter, Mauersegler und Fuchs im jüngst erschienenen Buch „Being a beast“, die sie modelliert und mit 3D-gedruckten Architekturfragmenten verfremdet hat. Am Anfang des Stipendiums stand die Recherche zum Brutalismus. Der Name kommt aus dem französischen „beton brut“ und bedeutet „roher Beton“. Für den Brutalismus gelten folgende Kriterien: formale Lesbarkeit des Grundrisses, klare Zurschaustellung der Konstruktion, Wertschätzung der Materialien „as found“ und eine notwendig präsente Haltung der Kompromisslosigkeit und Radikalität. Jana Mertens entschied sich im Projektverlauf für Bauten von Franz di Salvo. Aus diesen Bauten extrahierte sie nun Fragmente und baute sie nach. Es entstanden diverse plastische Arbeiten aus nachgebauter Architektur und Tierformen, die dann durch den Abform-und Gießprozess durch das zentrale Material des Brutalismus eins wurden. Bei ihren Arbeiten erhält die “brutalistischeBrutalität“ eine Ergänzung aus der animalischen Formensprache. Das Tier wird so zu einem Sinnbild von moderner und futuristischer Ästhetik. Bausünden werden zu Gliedmaßen, wie Trümmer in der Form. Architektur wird zum tragenden Element in Lebewesen, die eigentlich in einem anderen Umraum beheimatet sind. Anpassung und Fremdsein in einer zusammenaddierten Welt. Durch das Projekt fand die Künstlerin durch den Brutalismus immer mehr zur Abstraktion. Bei einigen Arbeiten ist das Tier schon einverleibt von der Architektur, in anderen ist es über ihr erhaben.

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