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Das Geschirr meiner Mutter

Klirr – das gute Porzellan der Großmutter liegt auf dem
Boden: Irgendwann geht in jedem Haushalt das eine oder andere gute Stück zu
Bruch. Die Künstlerin hat diese Bruchstücke verarbeitet und die ursprünglichen
Gebrauchsgegenstände in eine künstlerische Ebene transferiert. Ein Aspekt der entstandenen
Schmuckserie ist das Nachspüren und Erforschen der Erinnerungen, die an den
zerbrochenen Geschirrstücken hängen. Alte Geschirre wurden bzw. werden meistens
vererbt und stellen einen Zeitgeschmack dar, der von den Erben vielleicht nicht
immer als schön empfunden wird, doch wegen der Erinnerung , an die jeweilige
Person aufgehoben wird. Fast immer hängen an Geschirrteilen Erinnerungen, gute
wie schlechte. Die Geschichten der Stücke reichen vom wertvollen Aussteuerstück
bis zum eigentlich schon ausrangierten Teller in der Gartenlaube, der bei einer
Feier kaputt ging. Auch von Reisen werden Geschirrteile mitgebracht und mit
Erinnerungen verbunden. Zu Beginn des Stipendiums hat die Künstlerin mit dem
Sichten von vorhandenen Scherben Meißner Porzellans ihrer Mutter begonnen, die
auch den Anlass zum Vorhaben gegeben hatten. Daraus ergaben sich viele Motive
und Ideen. Besonders reizten sie Details von Dekoren und so machte sich Bettina
Jungrichter auf die Suche nach dem perfekten Bruchstück. Einige Teile wurden daher
mit Diamantschneidscheiben nachbearbeitet, um scharfe Kanten zu entfernen und
Details etwas enger zu setzen. Die Bruchstücke wurden dann in den Halsschmuck
integriert. Entstanden sind so die Unikate Der
Reigen
, Tasse, Der Deckel, Goldrand und Esters Teller.

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