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Entschlafene Pfade

Das Blühen, Gedeihen, Vergehen – die zyklische Bewegung des Lebens ist es, die Sara Möbius für ihre Arbeit bewegt und inspiriert. In
ihren großformatigen Kohlezeichnungen und Druckgrafiken führt sie in
entlegene Landschaften, die in kontrastreichem Schwarz-Weiß auf das
Wesentliche reduziert sind. Es geht nicht um formale Richtigkeit eines naturgetreuen
Abbildes – vielmehr versucht die Künstlerin Erinnertes und Gefühltes in
Ausschnitten einzufrieren und Raum für eigene Projektionen zu lassen.

Während der Zeit ihres Stipendiums stellte sich die Grafikerin erstmals der Herausforderung des dreidimensionalen Arbeitens. Die entstandenen Kreidezeichnungen sollten zusammen mit kleineren Objekten zu einer Installation synergieren. Welche Ästhetik will ich erzeugen? Welche Botschaft vermitteln Art und Material der Objekte? Um den Antworten näher zu kommen, experimentiert sie mit verschiedenen Materialien. Die poröse, sandige oder holzige Oberfläche von Zapfen, Borkenresten und verwelktem Blattwerk stellt sie der weißen, glatten und kühlen Oberfläche von Porzellan entgegen. Wunderbare Gegensätze, die Spannung erzeugen. Als gefälligeres, doch nicht weniger reizvolles Material erweist sich Gips, um Momente des Waldbodens aufzunehmen. Die kleinteiligen Gipsplatten wirken wie Fundstücke einer vergessenen Zeit: Spuren des Lebens im Wald, wenn Früchte, Blätter und Baumrinden fallen, verwesen und vergehen, um neues Leben zu schaffen.

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