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Face to Face

Der permanente Wandel von Strukturen und Netzwerken verändert beständig unsere Welt. Kommunikation ist nicht mehr an das tatsächliche Betreten von Räumen gebunden, physische Treffpunkte lösen sich auf. Eine ständig steigende Anzahl an virtuellen Orten gibt diesem neuen Grundbedürfnis ein Forum. Doch welche Auswirkungen hat die virtuelle Kommunikation auf unsere Identität und Authentizität  und wie verändert sie unsere Beziehungen zueinander? Während seines Arbeitsstipendiums setzte sich Sebastian Ristow u.a. mit der Frage auseinander, welchen Einfluss digitale Netzwerke auf die zwischenmenschlichen Kommunikationsprozesse haben. Nach dem Prinzip „Freunde von Freunden“ führte er dazu Interviews mit Personen aus unterschiedlichen Berufs- und Interessengebieten, Gesellschaftskreisen und Städten. Die daraus gewonnenen Informationen zum Wandel des Kommunikationsbegriffs setzte er anschließend in offenen Grafikcollagen um. Auf bildhafte Weise beschreiben sie Zusammenhänge, Beziehungen und inhaltliche Tendenzen.

„Die
Grafiken setzen sich mit dem Begriffswandel von „Kommunikation“ im Zeitalter
digitaler Netzwerke auseinander. Der Künstler stellte sich die Frage,
welchen Einfluss das Fehlen des direkten Gegenübers, seiner Stimme, Mimik und
Gestik auf unsere persönlichen Beziehungen hat und wie die digitale
Kommunikation durch das Web 2.0 Gegenwart und Zukunft
beeinflusst. Sich und sieben Interviewpartner befragte Ristow zu neuen
Formen von Intimität und Authentizität. Sie reflektierten vor allem
darüber, wie sich durch fremde und inszenierte Bilder unsere
Auffassung von Welt und Mensch verändert. Die neuen Einsichten, sich
abzeichnende Prozesse und Tendenzen verarbeitete der Künstler in den Grafiken.“

Ines Janet Engelmann, Kuratorin der Stipendiatenausstellung „Follow the Lines!“

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