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Postklassische Männermode. Hybride Klassiker

Soll Männermode
nicht besonders schräg, hipp und für die meisten untragbar sein, sind die
Möglichkeiten im Design – ganz anders als bei der schnelllebigen Frauenmode –
recht begrenzt. Änderungen vollziehen sich langsamer, kontinuierlicher, bei
Klassikern wie Oberhemd, Trenchcoat, Norfolkjacke und Riding Breeches beinah
unmerklich. Eben diese über Generationen entwickelten Klassiker mit ihren
prägnanten Merkmalen sind das Rohmaterial für Jennifer Brachmanns
postklassische Kollektion. Sie zerlegte die bewährten Kleidungsstücke in ihre
typischen Bestandteile und erhielt so frei kombinierbare Module, angelehnt an
das Baukastenprinzip der Architektur. Beim Trenchcoat entschied sich die
Designerin z. B. für die Kragenform, die Schulterpasse und den spezifischen
Stoff – leicht wiederzuerkennende Basisteile mit ausgereifter Form und
Funktion. Ob und wie diese zusammen wirken, prüfte Jennifer Brachmann in
verschiedensten Kombinationen. Die von ihr erarbeiteten Schnitte, die das
Aneinanderfügen traditionell nicht zusammengehöriger Teile erlauben, sind echte
Innovationen. Entstanden sind hybride Kleidungsstücke – formal unvertraut, doch
mit hervorblitzendem Bekannten. Ein Reservoir für tragbare Mode.

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