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Räumliche Strukturen in Natur, Stillleben und Stadtlandschaft

Um sich inspirieren zu lassen und neue Eindrücke zu sammeln, reiste die
Künstlerin zunächst ins ungarische Pécs,
um die seichte Hügellandschaft des Mécsek-Gebirges zu zeichnen. Sie setzte sich
mit räumlichen Strukturen – hauptsächlich mit denen sich senkender Ebenen – auseinander.
Dabei geht es ihr nie um die platte Nachahmung der Wirklichkeit, sondern um die
schwierige Bannung des Dreidimensionalen auf eine zweidimensionale Fläche bei
gleichzeitiger Steigerung der Raumillusion, teilweise auch mit deren Brechung. Ihre
Malerei bewegt sich also zwischen realistischer und abstrakter Malweise. In Budapest,
wo sie nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Deutschland mehrere Monate
wohnte, konzentrierte sie sich auf Stillleben, in die sie Dinge, die eng mit
ihrem damaligen Leben verbunden waren, integrierte. Besonders ein Koffer taucht
in den Arbeiten der häufig Umziehenden immer wieder auf. Donata Hillger lebte sich während ihres
Aufenthaltes immer tiefer in die Orte, die sie zeichnet, ein und entwirft in einer
Zeit der Schnelllebigkeit ein Gegenmodell: den Moment des Innehaltens, der
eingehenden Betrachtung von Lokalitäten.

Die Ergebnisse des Arbeitsstipendiums wurden unter dem Titel „Budapester Stillleben“ im März 2009 in der Galerie im Volkspark und im April 2010 in der Mucius Galerie in Budapest präsentiert.

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