Interferenzen

Spuren der Verwitterung – etwa an Plakatwänden – und übermalte Fotos waren Ausgangspunkte für Emanuel Schulzes Auseinandersetzung mit dem Thema Interferenzen. Die sich der Abstraktion zuwendende Bilderreihe ist bewusst heterogen: Der Künstler integrierte mehrere Maltechniken ohne diese in jedem Bild zu verwenden. Wo die Bilder an reale Eindrücke erinnern, setzte der Maler gezielt »Störungen«. Oft erst auf den zweiten Blick sichtbar, erzeugen diese subtilen Irritationen andere Wahrnehmungsebenen. In Planthouse löst sich eine architektonische Form auf, während die informellen Bereiche des Bildes ihre Wirkung entfalten. Aus frei fließenden, zufallsbestimmten Partien komponierte Schulze die Werke Mirage und Artax. Nach Reflexion über unsere mediengeprägte Gesellschaft entstanden Bilder, die der visuellen Reizüberflutung unserer Zeit eine entschleunigte, vielschichtige Erfahrung entgegensetzen.
Die Ergebnisse des Arbeitsstipendiums wurden in der Ausstellung „TWIST“ im Frühjahr 2026 ausgestellt.
