Den Berg zum Niesen bringen

„Den Berg zum Niesen bringen“ ist Teil des langfristig angelegten künstlerisch-forschenden Projekts „Future Farmers“ von Svenja Deking. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit salzgeprägten Landschaften als sensiblen Indikatoren ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Transformationsprozesse. Die historische Umwertung von Salz – einst kostbarer Rohstoff, heute industriell verfügbares Massenprodukt – dient dabei als Ausgangspunkt für eine kritische Reflexion über das gestörte Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt.
Das Projekt verbindet Fragen nach zukünftigen Arbeits- und Lebensrealitäten mit ästhetischen Strategien, die zwischen Innovation und Tradition sowie zwischen Schönheit und Zerstörung oszillieren. Im Fokus steht die Frage, wie Landschaften und Produktionsformen der Zukunft aussehen könnten und welche Rolle der Mensch darin einnimmt.
Während der Arbeitsphase im Künstlerhaus Lukas wurde die erzählerische Grundlage des Projekts „Future Farmers“ maßgeblich weiterentwickelt. Die Geschichte „Den Berg zum Niesen bringen“ bildet dabei den narrativen Kern für eine geplante performative Umsetzung. In Ahrenshoop entstanden erste ausgearbeitete Textpassagen sowie konzeptionelle Entwürfe für skulpturale Objekte, die als Ausgangspunkt für eine performative und plastische Übersetzung dienen.
Die besondere Atmosphäre Ahrenshoops – geprägt durch die Gleichzeitigkeit von idyllischer Landschaft und sichtbaren natürlichen Dynamiken – wirkte als wesentlicher Impulsgeber. Sie ermöglichte eine vertiefte Auseinandersetzung mit den zentralen Themen des Projekts und förderte eine konzentrierte künstlerische Praxis. Während der Residenz wurden neue Zusammenhänge entwickelt und die konzeptionelle Ausrichtung von Future Farmers entscheidend geschärft.
Die skulpturale und performative Ausarbeitung wird derzeit fortgeführt.
