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Jetzt amtlich: Weltgrößter Mohnkuchen kommt aus Sachsen-Anhalt

Bäckerei Meye aus Allstedt erhält GUINNESS WORLD RECORDS™ Zertifikat

Manchmal wird aus kleinen Ideen etwas ganz Großes – im besten Fall sogar ein Weltrekord. So geschehen mit dem Vorhaben der Kunststiftung Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit der Bäckerei Meye aus Allstedt und dem Künstler Matthias Ritzmann, den größten Mohnkuchen der Welt herzustellen. Schon bei der Zubereitung des Kuchens wurden rekordverdächtige Mengen verwendet, denn es mussten 370 Eier aufgeschlagen und 64 Kilogramm Mohnmasse auf dem eigens angefertigten Blech verteilt werden. Und das alles in Handarbeit ohne maschinelle Unterstützung.

Der Jubel im sachsen-anhaltischen Allstedt war groß als am 9. Juni 2024 die Waage ein Gesamtgewicht von 128,5 Kilogramm anzeigte. Mit 107 Kilogramm reinem Kuchengewicht brachte das Backwerk mit Müntzer Porträt über sieben Kilo mehr als benötigt auf die Waage, um die Rekordmarke zu knacken. Schon an diesem Tag war klar, dass somit der weltgrößte – an einem Stück gebackene Mohnkuchen – vom Bäckermeister Vincent Richter aufs Blech gebracht wurde. Nun steht fest: Der XXL-Kuchen bekommt auch offiziell den Titel von GUINNESS WORLD RECORDS™. „Großes kann im Kleinen entstehen, wie man an unserem Rekordversuch gut sehen kann“, so Kunststiftungs-Direktorin Manon Bursian. „Es macht mich total glücklich, dass die Mühe und das unfassbare Engagement von Vincent und Stev Richter nun auch offiziell mit dem GUINNESS WORLD RECORDS™ Zertifikat belohnt werden. Auch dies ist eine Form von Gerechtigkeit.“

Die Prüfung des Rekordversuchs war umfangreich; zahlreiches Material ging von Sachsen-Anhalt nach London in die Guinness-Zentrale: Videobeweise, Messberichte und Zeugenaussagen mussten zur Verfügung gestellt werden. So bestätigte Sterne- und Fernsehkoch Robin Pietsch schriftlich, dass der Kuchen auf einem „echten“ Rezept basiert und traditionelle Zutaten im richtigen Verhältnis mit dem Hauptbestandteil der Mohnsamenmasse verwendet wurden.

Eine Mitarbeiterin des Lebensmittelüberwachungsamtes versicherte, dass die Anforderungen an die Lebensmittelhygiene bei der Zubereitung des Kuchens eingehalten wurde. Mittels Fotos und schriftlichen Zeugenberichten wurde belegt, dass der Kuchen an die Menschen für den Verzehr ausgereicht wurde und keine Lebensmittel verschwendet oder gar weggeworfen wurden. Aber dies war auch gar nicht notwendig, denn die 700 Kuchenstücke wurden innerhalb einer halben Stunde an die über 1.500 anwesenden Besucherinnen und Besucher verteilt.

Der Ideengeber zum Projekt, der Künstler Matthias Ritzmann, lud parallel zum Kuchenessen in sein mobiles Fotostudio, in dem er über einhundert Bewohner Allstedts porträtierte. Die Fotos werden im kommenden Jahr im Stadtraum von Allstedt gezeigt und somit den Kunstparcours der Kunststiftung bereichern.

Für Alle, die an dem Ereignis nicht dabei sein konnten oder den Tag Revue passieren lassen wollen, wurden die Vorbereitung und Herstellung des Kuchens sowie der Tag des Weltrekordversuchs, in einem stimmungsvollen Video zusammengefasst:

Der Rekordversuch war eine Aktion der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Anlässlich des Gedenkens an 500 Jahre Bauernkrieg und den 500. Todestag von Thomas Müntzer im Jahr 2025 plant die Kunststiftung einen Kunstparcours mit Skulpturen und Installationen sowie Kunstvermittlungsaktionen zum Thema Gerechtigkeit im Stadtraum von Allstedt, wo Müntzer 1524 auf dem Schloss die „Fürstenpredigt“ hielt. Die Aktionen sind Teil der Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Gerechtigkeyt 1525“.



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