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Statement zu Nazi-Schmierereien in Allstedt

Kunstwerk "All you can meet" von Matthias Ritzmann beschädigt

Die Direktorin der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Manon Bursian, verurteilt die großflächigen Schmierereien von rechten Parolen und Hakenkreuzen in Allstedt, die an diesem Samstag festgestellt wurden:

„Wir sind entsetzt über die verfassungsfeindlichen Schmierereien in Allstedt, von denen zahlreiche Häuser und auch ein Teil unseres Kunstparcours betroffen sind und verurteilen diese Taten auf das schärfste. Die Banner, auf denen der Fotograf Matthias Ritzmann die Allstedter und Allstedterinnen im Rahmen seines Kunstprojektes „All you can meet“ porträtierte, sind erst am Donnerstag an den Fassaden in der ganzen Stadt angebracht worden. Es gab eine überwältigende Resonanz von Anwohnern und Nachbarn, die Porträtierten haben sich so sehr über das Ergebnis des Foto-Shootings gefreut. Das macht uns, die Mitarbeitenden der Kunststiftung, die Künstler und Künstlerinnen und alle Mitwirkenden, besonders betroffen. Wir wurden in Allstedt stets warm und besonders herzlich empfangen, vielfältig unterstützt und haben die Menschen in dieser Stadt als offen, freundlich und der zeitgenössischen Kunst in jeder Beziehung zugewandt erlebt. Diese Straftat ist kein Bagatelldelikt, sie ist ein Angriff auf unsere Gesellschaft, auf die Kunst und die Allstedter. Wir bitten darum, Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können, an die Polizei weiterzugeben und damit die Ermittlungen zu unterstützen.“

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