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Der zweite und dritte Blick

Seit 2014 arbeitet Sebastian Harwardt mit Farbholzschnitten, wobei städtische Motive im Mittelpunkt seines Schaffens stehen. Neben fotorealistischen Darstellungen entstehen durch spontane Überlagerungen abstrahierte Variationen von Architekturfragmenten. Die Drucke entstehen aus mehreren Druckstöcken, teils nach dem Prinzip der verlorenen Form, und werden mit transparenter, ölhaltiger Farbe auf Papier gebracht – so entsteht eine große Vielfalt an Farbtönen und Ausdrucksmöglichkeiten.

Während seines Stipendiums konzentrierte sich der Künstler auf die Vergrößerung der Druckplattenformate, was neue Arbeitsweisen erforderte. Er nutzte erstmals den Transferdruck, um Fotografien auf Linoleum zu übertragen, und konnte damit noch realistischere Abbildungen schaffen. Die vorbereiteten Platten bearbeitete er weiter, wobei er neben traditionellen Werkzeugen erstmals auch eine Dekupiersäge einsetzte – eine wichtige Neuerung in seinem Arbeitsprozess. Für die Umsetzung nutzte Sebastian Harwardt die Andruckpresse im Museum für Druckkunst in Leipzig.

Darüber hinaus entdeckte er die ästhetische Qualität der Druckstöcke selbst und entwickelte die Idee, diese in Form von Assemblagen zu präsentieren.

Die Ergebnisse des Arbeitsstipendiums wurden in der Ausstellung „TWIST“ im Frühjahr 2026 ausgestellt.



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