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Die Elemente – Feuer, Wasser, Erde, Luft

Die
Grafikerin hat sich während eines Aufenthaltes in Wiepersdorf mit dem Thema
„Die Elemente –Feuer, Wasser, Erde, Luft“ auseinandergesetzt. Das Stipendium
ermöglichte es ihr, sich intensiv auf das Thema aber auch auf das Medium
Zeichnung einzulassen und ihre Arbeitsweise und ihren Stil weiter zu entwickeln.
In Bezug auf das Thema verfolgte die Künstlerin verschiedene Ansätze. Einerseits
ging es ihr darum, die sinnlichen Qualitäten der Elemente im Bild erfahrbar
werden zu lassen, ohne zu illustrieren. Also Chiffren für sinnlich wahrnehmbare
Eigenschaften von Feuer, Wasser, Erde, Luft zu finden: Das Fließen des Wassers,
die Hitze des Feuers, das Atmosphärische, Flüchtige der Luft und das Tragende,
Fruchtbare der Erde. Der märkische Sand, die Wälder und die Natur Brandenburgs
und die Wiepersdorfer Landschaft boten für dieses Vorhaben ideale Voraussetzungen.
Zum anderen untersuchte sie die Bedeutung der kulturellen Muster der Elemente. Die
Auseinandersetzung mit der “Kulturgeschichte der Elemente” von Gernot und
Hartmut Böhme war neben der unmittelbaren Naturerfahrung eine einflussreiche Inspirationsquelle
während des Stipendiums und bildete für die Grafikerin eine essentielle
Arbeitsgrundlage sowohl für die Thematik als auch in Bezug auf die Entwicklung
als Zeichnerin. Sie entdeckte das Medium Zeichnung zunehmend als eine Form der
Notation von Assoziativ-Sprachlichem: Von ihr verwendete Linien, Hacken, Punkte
und Striche werden zu Strukturen und Strukturen wiederum zu einer Art Grammatik
des flüchtigen Wesens der Elemente. Die abstrahierenden Zeichensysteme verweisen
auf den Sachverhalt, stehen aber auch für sich und sind letztendlich poetisch
aufzufassen.

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