Eine Graphic Novel für Alfred Brehm

Der berühmte Zoologe Alfred Brehm stammt aus dem thüringischen Renthedorf. Sein Geburtshaus ist ein Museum. Die dort beheimatete Ausstellung BREHMS WELT bietet einen umfassenden Einblick in das Leben des Zoologen, zu seinen Ansichten zum Tier-Mensch-Verhältnis und seinen Reisen. Robert Voss wurde gebeten, eine Publikation zum Leben Brehms zu entwickeln. Er entschied sich für die Form der Graphic Novel, ein Genre, dessen Dramaturgie dem des Films ähnelt. Für die „Drehbuchentwicklung“ gewann Robert Voss Andreas Montag, Schriftsteller und Journalist. In der Geschichte sind etwa Zwölfjährige auf Klassenfahrt in der Herberge, die zum Komplex der Brehm-Gedenkstätte gehört. Die üblichen Konflikte tauchen auf. Was sollen sie in diesem affigen Museum in diesem Kaff? Alles wird reichlich merkwürdig: Ausgestopfte Tiere werden plötzlich lebendig, die Wohnräume verändern sich zu Tableaus, in denen kurze Szenen aus dem Leben Brehms berichtet werden.
In der Graphic Novel gibt es zwei Erzählstränge, die in getrennten Panels gezeigt werden: einerseits die Ereignisse im Museum, andererseits die Vorkommnisse außerhalb bzw. Details, die nur mittelbar mit der Geschichte zu tun haben. Wichtig ist hierbei der Kontrast der äußeren „normalen“ Welt zu den fantastischen, teils surrealen Begebenheiten. Robert Voss arbeitete u. a. an der grafischen Sprache, an der Art des Letterings, wie sieht Alfred Brehm aus? Gegenwärtig, im Dezember 2024, arbeitet Andreas Montag an der finalen Umsetzung des Drehbuchs. Nach Diskussion und Abnahme durch die Museumsleitung wird Robert Voss mit der eigentlichen Umsetzung starten.
