Einmal am Fluss

Das Drehbuch zu „Einmal am Fluss“ entstand in einem intensiven Prozess von Verdichtung und Reflexion. Die Autorin und Regisseurin arbeitete über Monate hinweg an Szenen, straffte, überarbeitete und entwickelte sie neu.
Im Mittelpunkt stehen Motive wie das Aufwachsen in einer brüchigen Welt, die Kraft von Freundschaft, erste Erfahrungen von Liebe und Enttäuschung sowie die Suche nach Identität – mit all der Unsicherheit, Zärtlichkeit und Wut, die damit verbunden sind. Diese Themen spiegeln sich in Bildern und Andeutungen, in Blicken und Brüchen.
Ziel war es, die Essenz dieser Erfahrungen herauszuschälen und ein Drehbuch zu schaffen, das auf mehreren Ebenen lesbar bleibt: als poetisch-visuelle Erzählung, als inneres Protokoll einer Figur und als gesellschaftlicher Kommentar. Jede Szene wurde verdichtet, der Rhythmus geklärt, Emotionen durch Pausen, Geräusche und Gesten spürbar gemacht.
Wesentlich war dabei der offene Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Durch Feedback, Testlesungen und Diskussionen gewann das Drehbuch Klarheit und Tiefe. Die Erzählung löste sich zunehmend von autobiografischen Ansätzen: Die Figuren entwickelten Eigenständigkeit und führten die Geschichte in einen offenen Raum, in dem kleine Gesten große Bedeutung gewinnen und Verlorensein auch Freiheit bedeuten kann.
