Freiland

Das Projekt „Freiland“ untersucht Pflanzen als kulturelle, ökologische und materielle Akteurinnen. Ausgangspunkt war die Auseinandersetzung mit der Flora Sachsen-Anhalts sowie mit natürlichen Färbeprozessen und regionalen Pflanzenfarben. Recherchen führten unter anderem zur „Botanischen Botschaft“ von Michael Ilg und zur NIG Nahrungs-Ingenieurtechnik GmbH in Magdeburg, die seit vielen Jahren zu Naturfarben forscht. Im Zentrum des Projekts steht die Verbindung von Materialgewinnung, handwerklichem Prozess und textilem Werk.
Für die Arbeiten sammelte Dana László da Costa Pflanzen in verschiedenen Landschaften Sachsen-Anhalts und stellte daraus natürliche Farbstoffe her. Die daraus entstandenen Werke umfassen zwei getuftete Teppiche sowie eine Serie von Seidenarbeiten, die ausschließlich mit pflanzlichen Farben sowie natürlichen Materialien wie Wolle und Seide gefertigt wurden.
Die Arbeit „Dandelion“ greift die Form des Löwenzahns auf und thematisiert Widerstandskraft, Transformation und die regenerative Kraft der Natur. Durch ihre überdimensionale, abstrakte Darstellung macht sie die Präsenz und Vielfalt natürlicher Formen erfahrbar.
„Falter“ beschäftigt sich mit Metamorphose und den Übergängen zwischen pflanzlichen und tierischen Materialien. Mit regionalen Pflanzenfarben gefärbte Wolle verbindet sich in der Arbeit zu einer abstrakten Form, die an Schmetterlingsflügel erinnert.
Die Seidenserie „Spätsommer“ widmet sich dem Übergang zwischen Sommer und Herbst. Leuchtende Naturfarben halten die Atmosphäre und Vergänglichkeit dieser Jahreszeit fest und übertragen flüchtige Naturmomente in eine dauerhafte textile Form.
