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Gesichte

Hagen Bäcker sammelt im Internet, dem Ort visueller Selbstvermarktung und geschönter bis kitschiger Bildwelten, Abbildungen von Gesichtern, die Glück verheißen. Auf den Seiten des World Wide Web, auf denen sich der Künstler auf die Suche begibt, findet er den unbedingten Willen der Abgebildeten, ihre einzigartige Attraktivität, ihr individuelles Lebensglück zur Schau zu stellen. Aber gerade durch diesen identischen Wunsch reproduzieren sie gleiche Schemata, ihre Gesichter gerinnen zu Stereotypen. Mindestens zwei solcher Fotografien montiert Hagen Bäcker übereinander, löst sie in Pixel auf, malt sie auf sich plastisch von der Wand abhebende, halbierte Ellipsoide. Für den Betrachter scheinen sich die chimärenhaft Lächelnden beim Vorübergehen zu verändern. Zwar erinnern die „Gesichte“ noch an die Bildwelten, denen sie entstammen, doch trotz ihrer Banalität umgibt sie der Schleier des Geheimnisses.

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