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Glasheme

Lena Mevenkamp widmete sich einem zerstörten Ort: dem Gewächshaus einer alten Stadtgärtnerei. Sie sammelte die Scherben zerbrochener Glasscheiben und fügte sie zu neuen Objekten zusammen.

Die Scherbe als architektonisches Erinnerungsstück wird zum Symbol von stadtraumpolitischen Themen und kapitalistischen Verwertungslogiken. In ihren Arbeiten verfolgt sie den Ansatz, das Vorgefundene, die Glasscherbe, als Material eines schöpferischen Prozesses anzunehmen. Sie nutzte die Tackfusing-Technik um die Bruchstücke, deren individuelle Charaktere außergewöhnliche Konturen bei Lichteinfall erzeugen, zusammenzufügen, und gibt damit dem Vorgefundenem eine neue Bedeutung. Im Lichtspiel scharfer Kanten entfalten sich Effekte von Projektion, Reflexion und Durchlässigkeit.

CRASH ist Teil einer Serie von Scherbenmemoiren, die zwischen Bild, Fenster und Objekt als Relief changieren.

Die Ergebnisse des Arbeitsstipendiums wurden in der Ausstellung „TWIST“ im Frühjahr 2026 ausgestellt.



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