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GLIMMEN – Unland-Triptychon

Ein zartes Gift liegt in der Luft. Aus Kohlestaub und
Erinnerungslücken wuchern großformatige Zeichnungen von Tatorten nicht zu
rekonstruierender Ereignisse: Naturszenerien, Ödland, Moore, flimmernde
Gewässer. Die Künstlerin hat die Geschichte beiläufiger Orte in einem
Triptychon festhalten (drei großformatige Kohle-Zeichnungen auf Papier, Pedrella).
Zentrales Thema ist die Überwucherung dieser „Unorte“ durch Pflanzen und
Wurzeln, mit der auch eine geschichtliche Überschreibung der Plätze einhergeht.
Nora Mona Bach entfernte sich dabei experimentell von der klassischen Technik
der Kohlezeichnung. Durch lavurartige Spuren und hauchzarte Schichtungen mit
Kohlenstaub hat sie eine Detailfülle der großformatigen Werke erzielt, die auch
auf die Entfernung sichtbar bleibt – und die Orte glimmen lassen.

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