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Glühwürmchen

Glühwürmchen können nicht nur eine laue Sommernacht
verzaubern, sie können auch Gegenstand künstlerischer Beschäftigung sein. In
ihrer Arbeit „Glühwürmchen“ näherte sich Anna Maria Gawronski den kleinen
Leuchtkäfern mit Hilfe zweier ganz unterschiedlicher Medien, die sie zu einer
Rauminstallation kombinierte. In einer festen Einstellungsgröße filmte sie die
geheimnisvollen Tierchen bei ihrem nächtlichen Treiben. In finsterer Nacht
blinkt ein grünlich-gelber Punkt auf, bewegt sich, verschwindet, um dann wieder
aufzutauchen. Seine Bewegung ist verfremdet, er hinterlässt Lichtstreifen auf
dem schwarzen Hintergrund der Dunkelheit. Den Lebensraum der Glühwürmchen hielt
sie zunächst fotografisch fest, um die Motive im nächsten Schritt mit Hilfe der
elektronisch gesteuerten Jacquard-Weberei zu einem Stofftriptychon zu
transformieren. Die großformatigen Gewebebahnen zeigen einen Wald von Farnen,
der den Betrachter durch die Verwendung von lumineszentem Garn in die
Lebenswelt der Glühwürmchen hineinzieht.

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