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Go Asia! Artist-in-Residence-Programm für Bangkok

Während ihres dreimonatigen Aufenthalts arbeitete Xenia Lassak – vermittelt durch die Kunststiftung – bei einem der wichtigsten thailändischen Puppenmacher. Die Künstlerin, die bereits seit längerer Zeit Puppen und Theaterfiguren herstellt, lernte hier alle Arbeitsschritte, die man für den Entwurf und Bau traditioneller thailändischer Theaterpuppen braucht: Das Modellieren und Abformen der Köpfe, Thai Drawing als Grundlage der Ornamentik, Perlenstickerei für die Kleidung, die Anfertigung von Kopf-, Ohr- und Halsschmuck bis zum abschließenden Vergolden.

I’M DAMAGED (NOLI ME TANGERE) THE BANGKOK DIARIES. 2006–2008
Bereits am ersten Tag in Bangkok wurde Xenia Lassak gefragt, ob und wie sie ein Tagebuch über ihren Aufenthalt führen wolle – so entstand die Idee zu ihrem Stofftagebuch. 90 Tage Bangkok – 90 Dinge. Zu jedem Tag zeigt die Künstlerin, was ihr am wichtigsten war: in Kritzelzeichnungen, Comics, Fotografien, Malereien, in kleinen und großen textilen Plastiken sowie Gefundenem. Befestigt auf Stoff, eingenäht in kleine Taschen sind diese Erinnerungsstücke manchmal sichtbar, manchmal fast verborgen. Genau wie in einem Tagebuch, das eigentlich nicht für fremde Augen bestimmt ist … Neben der wochentäglichen Werkstattarbeit gab es noch etwas, das von Anfang an den Bangkoker Aufenthalt der Künstlerin bestimmen sollte: die vielen Tiere, die ihr begegneten. Die Kater des Puppenmachers, der Hund auf dem Weg zur Arbeit, die Hunde und Katzen in den Tempeln … Alles, was ihr in den drei Monaten begegnete, die Tiere und die Menschen, die Geräusche und Gerüche, die tägliche Politik und ein Putsch, die Verehrung des Königshauses und die sozialen Gegensätze, die Kultur und der Kommerz, verarbeitete sie später in ihren Figuren, Zeichnungen und Installationen.

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