Loading...

Grafikserie VIII

Die traditionelle Technik des Webens, insbesondere die von den Künstlerinnen und Künstlern des Bauhauses entwickelte Farb- und Formensprache, inspirierte Linda Grüneberg. Dabei lag ihr Fokus auf dem Entwurfsprozess. Deshalb wählte sie das Raster des Patronenpapiers als Grundlage der eigenen Werke. Patronenpapier wird traditionell im Webhandwerk zum Zeichnen von Textilmustern verwendet. Dieses setzte Linda Grüneberg als Linolschnitt um: Der Druckstock wurde mit einer feinen, gelaserten Gitterstruktur versehen. Ausgehend von einfachen Formen und elementaren Regeln – insbesondere von Gunta Stölzls Wandteppich „5 Chöre“ – entstanden Arbeiten, die in ihrer geometrischen Formensprache und minimalistischen Ästhetik die Essenz der Bauhaustextilien aufgreifen. Ausgeschnittene Schablonen übertrug die Künstlerin mit Stupfpinsel präzise in das vorgegebene Muster des Patronenpapiers. Die Arbeiten sind weder illustrativ noch figurativ, noch geben sie spezifische Emotionen wieder. Sie sind in sich selbst geschlossen und streben nach Harmonie und Schönheit.



Bildergalerie »

Zurück zur Übersicht