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HaltLos

Schon seit längerem nutzt Christiane Budig das Material Glas für ihre Installationen und testet seine Bearbeitungsmöglichkeiten und -grenzen aus. Durch Kombination mit anderen Werkstoffen wie Stoff, Metall, Asphalt oder Gummi erzielt die Künstlerin überraschende Wirkungen. Die Sprödigkeit und Fragilität des Glases, seine von der Künstlerin wohlkalkulierte Lichtbrechung, -durchlässigkeit oder -undurchlässigkeit werden in ihren Arbeiten zu Metaphern menschlichen Seins, zu Metaphern der Verletzbarkeit, Öffnung, aber auch Abgrenzung. So auch in der Installation HaltLos. Christiane Budig gestaltete in Glas sieben Paar bandagierte Füße, angeordnet auf und neben Glastafeln mit skriptural wirkenden Kritzeleien. Unmittelbar steht der Gedanke an Balletteusen, meist zarte Wesen, die sich für ihre Kunst schinden. Doch die Installation wiest darüber hinaus: Sie ist eine Metapher für den oft verschlungenen Weg durch das Leben: für Phasen, in denen der ruhige Lebensfluss blockiert (Halt) oder beschleunigt (Los) ist. Es bleiben die Wegmarken, die jedem nur dechiffrierbar für das eigene Leben sind.

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