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Haut und Vaterhaus

In seiner Arbeit untersucht Torsten Enzio Richter bevorzugt Alltagsgegenstände, in dem er ihre Oberflächen in Originalgröße abbildet. Während des Stipendiums hat er begonnen, sich neue, enorme Dimensionen zu erschließen: Im Maßstab 1:1 zeichnet er mit Bleistift auf Papier ein Fachwerkhaus, das um 1570 entstand. Es gehörte seinen Großeltern, ist das Elternhaus des Künstlers – das Haus seiner Kindheit. Das Leben mit der Familie dort prägte ihn. Erinnerungen und Erinnerungslücken werden in der Umsetzung von fehlenden Blättern „illustriert“.
Die zeichnerische Umsetzung der Giebelseite (ca. 8 x 9 m) wird durch die Fragmentierung in Abschnitte realisiert – in ca. 108 Blätter im Format 70 x 100 cm. Der Künstler vermaß mittels einer Hebebühne die Fassade, legte mit Richtschnüre die einzelnen Abschnitte fest. Eine langwierige und aufsehenerregende Aktion. Als Grundlage für die künstlerische Arbeit entstanden außerdem etwa 1.100 Fotografien.
Mehrere Dutzend Zeichnungen wurden in monatelanger Feinarbeit umgesetzt. Jedes Blatt bietet genaue Details und kann auch einzeln für sich stehen als eigene, sehr intensive Zeichnung. Die Gesamtarbeit ist noch im Entstehen.



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