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Interferenzen

Formen der Grenzbildung von malerischen Konturen, Verwitterungserscheinungen z. B. an Plakatwänden und selbst angefertigte Fotoübermalungen standen am Anfang von Emanuel Schulzes Forschungen. Die sich gen Abstraktion orientierende Bilderreihe aus sechs Arbeiten ist recht heterogen: Der Künstler versuchte, verschiedene Malereitechniken zu integrieren, ohne diese in jedem Bild vollständig zu reproduzieren.

Dort, wo es an die Realität erinnernde Anmutungen gab, fügte er „Störungen“ ein, technisch gemalte Farbverläufe („Swipe“, „Test Image“). Manchmal erst auf den zweiten Blick sichtbar, irritieren sie.

In „Planthouse“ löst sich eine architektonische Form auf, die informellen Bereiche der Arbeit entfalten ihre Wirkung. Aus freien und zufallsgesteuerten malerischen Partien sind die Gemälde „Insect“, „Mirage“ und „Artax“ komponiert.

Hintergrund für Schulzes Arbeiten ist folgendes: „In der mediengeprägten Gesellschaft scheinen die Wirklichkeiten ineinander zu implodieren. In meiner Malerei versuche ich meine eigene poetische Entsprechung dafür zu finden. Jedoch mit genügend Atmosphäre, um einen Gegenraum oder eine „Interferenz“ zur leistungsbezogenen Wirklichkeit zu entwerfen. Das technisch Gemachte (das Willentliche, Künstliche) und die freiverlaufende Farbe (das Zufällige, Natürliche) wird in meinen Arbeiten in einen ,scheinbaren‘ Einklang gebracht. In einem Bildwerk habe ich im Vergleich zu unserer schnelllebigen Gesellschaft ein Gegenüber, was mir genügend Zeit schenkt, die Dinge in ihrer Beschaffenheit zu betrachten.“



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