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Sachsen-Anhalt-Zyklus

Seit Jahren beschäftigt sich die Künstlerin intensiv mit der Historie ihrer Region, ihres Landes, vor allem aber mit ihrer persönlichen Geschichte. In ihrem Sachsen-Anhalt-Zyklus thematisiert sie bestimmte Orte und Ereignisse – allerdings nicht wie die auf Objektivität pochende Historienmalerei: Jedes Gemälde ist ein Bekenntnis zu ihrem subjektiven, in Gefühlsgeweben befangenen Geschichtsbild. Die Künstlerin beschränkt sich auf Ereignisse in Magdeburg, ihrer Heimatstadt, zu der sie bereits als Kind ein zwiespältiges Verhältnis hatte: Einerseits spürte sie den Drang, den Ort ihrer behüteten und glücklichen Kindheit zu lieben, andererseits teilte Anne Rose Bekker die in ihrer Familie häufig thematisierte Trauer über die Abrisswut der Stadtoberen, der viele alte Gemäuer und Kirchen zum Opfer fielen: An ihrer Stelle wurden gesichtslose Neubauten errichtet.

Zur Inspiration sichtete die Künstlerin zahllose Bildbände, Geschichtsbücher, aber auch persönliche Fotoalben. Bildwürdig wurden für sie nur Ereignisse, die in ihr etwas auslösten. Ihre kleinformatigen, retrorealistischen Acrylbilder unterlegt sie mit einer Strukturpaste, die ihnen Plastizität und Lebendigkeit verleiht. Sie bricht die Oberfläche auf – analog zu der mit Emotionen verquickten Erinnerung, die die verflossene Realität verändert. Hineinmontierte Papierfragmente verfremden und irritieren zunächst, erklären und verdeutlichen aber den persönlichen Blick der Künstlerin.

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